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Happykollektivismus der Generation Tomorrowland

Ich gehe nicht auf Festivals. Ich war nie auf dem Melt – dem Festival meiner Alterskohorte. Auch nicht auf dem Tomorrowland – der Spaßfabrik für alle die 5-10 Jahre jünger sind als ich. Vor dem Melt liegen die Jahre der Loveparade (zu dieser Alterskohorte ist im Grunde das meiste gesagt). Ich war nur einmal auf dem Frequency. 2010 als Eisverkäufer. Trotzdem möchte ich ein paar Vermutungen anstellen, über die Sinn-, Ziel- und Lebenskonzepte, die sich für die Alterskohorten die diese Spektakel besuchen jeweils so herrlich kompakt herauslesen lassen. Die heute ca. 14 bis 22- Jährigen Tomorrowlandlleute – also die Alterskohorte hinter mir – ist jetzt gerade lange genug auf der Welt um an ihr erste stabile Muster ablesen können. Diese Muster deuten an: Relativ sicher verläuft zwischen den heute ca. 14 bis 22-Jährigen und den heute 25 bis 35/40- Jährigen (der Alterskohorten Melt und Loveparade) sogar eine Generationsgrenze.

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Pop macht Mortal Combat mit Kommunikation

Kommunikation in plain Deutsch Teil 2

Kommunikation lässt sich also nicht mehr in der klassischen Logik bürgerlicher Öffentlichkeit (in Abgrenzung zur bürgerlichen Privatsphäre) beschreiben. Was wir heute als Virtualisierung und Interaktivität von Kommunikation erleben, als Rückbesinnung auf narrative Strukturen und auf eine neu Ästhetisierung der Kommunikation, ist nicht nur Zeitgeist und Mode, sondern ein Kulturwandel. In der professionalisierten Kommunikation heißt das dann Content-Marketing, Storytelling, 360° Customer Journey. Gerade weil diese Buzzwords derart werblich kompakte Dienstleistungsprodukte der Kommunikationsbranche verkaufen wollen, täuschen sie ein wenig darüber hinweg, dass dieser Kulturwandel in der Tat fundamental ist.

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Über die Marktchancen des Liberalismus

„Neoliberalismus ist das Böse“.

Das ist kein undifferenziertes Statement, das ist der Sinn des Begriffs “Neoliberalismus” im Politik-Diskurs der vergangenen Dekade. Es ist daher auch naheliegend “Liberalismus“ eine schlechte Ausgangslage am Markt der politischen Meinungen und Befindlichkeiten zu attestieren. Politischen Organisationen, die ihr Politik-Produkt mit dem Attribut „liberal“ vermarkten, wird im Feuilleton und von Politanalysten generell eine geringe Überlebenswahrscheinlichkeit hinterher geschrieben. Zwar wird dem Liberalismus gerade noch zugestanden mit „Freiheit“ und „Individualität“ angenehme Glücksversprechen zu verkaufen, diese seien aber längst schon als Common Sense auch im Konservativismus, der Sozialdemokratie, bzw. den „Grünen Alternativen“ aufgegangen. Und dann ist da eben noch dieser „Neoliberalismus“ als Mythos kalter Menschenfeindlichkeit.

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Virtuelle Waschmittel

Kommunikation in plain Deutsch Teil 1

Wenn ich will, dass “Waschi” das meist verkaufte Wachmittel Osteuropas wird, oder Karli der nächste Bundeskanzler, warum reicht es dann eigentlich nicht mehr aus, im Fernsehen mit genügend Geld die Botschaft von “Waschis Sauberkraft”, oder “Karlis verantwortungsvoller Regierungstätigkeit” rotieren zu lassen?
Wegen diesem Kommunikationswandel von dem alle reden.
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